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Okkultismus: Definition, Geschichte, Symbole

Okkultismus – Unter diesen Sammelbegriff fallen eine Vielzahl von Ansichten, Praktiken und Symbolen, die allerdings zumindest wesentliche Bestandteile gemeinsam haben. Wir wagen heute einen Versuch der Definition.

Der Okkultismus ist eines jener Phänomene, die sich einer genauen Erklärung entziehen. Im Laufe der Zeit änderte sich das Verständnis gegenüber diesem Begriff ebenso häufig wie die Bedeutung der damit verbundenen Symbolik. Einen ersten Überblick über Definition, Geschichte und Symbole des Okkultismus gibt es im Folgenden.

Okkultismus: Definition

Dem Begriff liegt das lateinische Wort „occultus“ zugrunde, das soviel wie „verborgen“, „verdeckt“ oder „geheim“ bedeutet. Alles, was nicht mit den physischen Sinnen wahrnehmbar ist, alles Mystische, Übernatürliche, Unerklärbare ist Teil dieses Konzepts. „Okkultismus“ ist im weitesten Sinne also die Lehre der verborgenen Dinge beziehungsweise das Bemühen, diese Dinge zu erforschen. Die genaue Definition erweist sich stets als schwierig, da die Auslegung des Wortes „Okkultismus“ durch die Jahrhunderte ebenso wie über regionale und gesellschaftliche Grenzen hinweg sehr unterschiedliche ausfallen kann und gern auch mit dem Begriff „Esoterik“ gleichgesetzt wird. Als noch ungenauer erweist sich dann die falsch gezogenen Verbindung zwischen dem Okkultismus und dem Satanismus.

Die Suche nach Erkenntnis im Okkultismus unterscheidet zwischen drei wesentlichen Aspekten: zunächst sind da all jene Dinge, die bereits wissenschaftlich erforscht und ohne Schwierigkeiten erklärbar sind. Des weiteren all das, was derzeit noch unbekannt ist, in der Zukunft aber sehr wohl wissenschaftlich erklärbar sein wird. Und schließlich das Feld jener Dinge, die auf ewig unerkennbar bleiben werden, deren wahre Natur zu erkennen der Wissenschaft nicht bestimmt ist.

Geschichte des Okkultismus

Schon im Mittelalter verwendete man die Bezeichnung „okkult“ für alles, was nur indirekt erfahrbar war. Damals zählten selbst nach heutigem Stand wissenschaftliche Phänomene wie Magnetismus oder die Heilkraft von Pflanzen und anderen Substanzen als okkult, da man nicht den eigentlichen Prozess, sondern nur dessen Auswirkungen sehen konnte. Der Begriff „okkulte Wissenschaften“ als Bezeichnung für die Astrologie, die Alchemie und die Magie entwickelte sich im 16. Jahrhundert.

Seit dem 18. Jahrhundert wurden okkulte Erkenntnistheorien quasi als Gegenentwurf zu aufklärerischen Entwicklungen verbreitet. Statt der rein empirischen Wissenschaft stand hier der Glaube ebenso im Mittelpunkt wie die naturwissenschaftliche Untersuchung der Welt. Das heute gebräuchliche Wort „Okkultismus“ fand wohl erstmals im 19. Jahrhundert Verwendung. Nachdem sich okkulte Philosophien in Deutschland Schritt für Schritt hatten verbreiten können, wurde sie im Nationalsozialismus abrupt untergraben. Als staatsfeindlich eingestuft und strafrechtlich verfolgt konnten okkultistische Bewegungen erst nach dem Ende des Krieges wieder ungefährdet ausbreitet.

Gegenwärtig ist der Begriff Okkultismus noch immer vielfältig im Gebrauch. Das was heute unter dem Begriff „Alternativmedizin“ Anwendung findet, ist oft der einstmals verbreiteten „okkulten Medizin“ entlehnt. Hellseherei und Wahrsagerei, Pendeln, Astrologie, Sterndeutung, telepathische „Kriminalermittler“ und spiritistische Medien – das alles gehört zu diesem weiten Gebiet, dessen Symbole ebenso vielfältig ausgeprägt sind.

Okkultismus und seine Symbole

Das Pentagramm, der in einen Kreis eingebettete 5-zackige Stern, ist vielleicht das bekannteste Symbol, das innerhalb und außerhalb des Okkultismus Bedeutung erhalten hat. Als Bannzeichen gegen das Böse symbolisierte es im Mittelalter die Wunden Christi. Der Stern als solcher war aber bereits in vorchristlicher Zeit ein weit verbreitetes Symbol mit verschiedensten Bedeutungen.

Das All-sehende Auge ist ein Symbol für göttliche oder Gott-gleiche Erkenntnis, das bereits in der antiken ägyptischen Mythologie Verwendung fand. Heute wird es vor allem mit Geheimorganisationen wie den Freimaurern verbunden. Es verdeutlicht das Bestehen einer verborgenen Wahrheit, die sich Jenen erschließt, die mit reinem Gewissen danach suchen.

Das Ankh, das ägyptische Kreuz, auch koptisches Kreuz genannt, ist ein Symbol des Lebens und findet auch heute noch Anwendung in Ritualen zur Stärkung der Fruchtbarkeit.

Das Nerokreuz ist eines der am weitesten verbreiteten Symbole und eines aus der Kategorie „Keiner weiß, wo es herkommt“. Seine Bedeutungen sind vielfältig. Eine Erklärung besagt, es habe seinen Namen vom römischen Kaiser Nero, welcher der Legende nach Jesus Christus kopfüber kreuzigen ließ. Das umgekehrte Kreuz ist in diesem Fall ein Symbol für den Hass gegenüber Christen. Ähnlich gelagert ist die Interpretation, das umgekehrte, gebrochene Kreuz sei ein Zeichen für die Niederlage des Christentums. Damit war es oft Teil schwarzer Messen. Am bekanntesten allerdings ist die vollkommen gegensätzliche Verwendung des Symbols in der Friedensbewegung. Damit ging die Symbolik des Friedenskreuzes den umgekehrten Weg der Swastika – des Hakenkreuzes, welches zunächst als Sonnenrad und vielen weiteren Gestalten ein Symbol für gute Mächte war und schließlich im Nationalsozialismus pervertiert wurde.

Unzählige andere Symbole mit einer ähnlich vielfältigen Geschichte finden noch immer Anwendung okkulten Kreisen. Eine vollständige Auflistung ist dabei ebenso unmöglich wie eine exakte Definition des Okkultismus. Ebenso unmöglich wie die Suche nach dem, was ewig verborgen bleiben wird. Werbung

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