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Geisterbeschwörung oder Spiritismus

Die Geisterbeschwörung ist eine uralte Form der Kommunikation mit Verstorbenen, deren moderne Ausprägung als Spiritismus bezeichnet wird. Der Spiritismus bezeichnet heutzutage auch eine Religion, die an den Fortbestand der menschlichen Seele nach dem Tod glaubt.

Durch das Durchführen bestimmter Rituale und der Einsatz verschiedener Techniken vom Gläserrücken bis zur Séance soll Kontakt zu Geistern aufgenommen werden. Dabei geht es entweder um das schlichte „Wiedersehen“ mit einem geliebten, dahin geschiedenen Menschen, um das Erfahren von Wissen oder der versuchte Blick in die Zukunft. Was immer Menschen bei solchen Sitzungen erlebt zu haben glauben, wird von Seiten der Wissenschaft als Täuschung der menschlichen Wahrnehmung angesehen, da die Existenz von und damit auch die Kontaktaufnahme mit Geistern mit wissenschaftlichen Mitteln bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

Geisterbeschwörung oder Spiritismus

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ebenso wie an ruhelose Seelen, die als Geister für unsere Augen weitestgehend unsichtbar fortbestehen, ist uralt. Schon seit Jahrtausenden pflegen Menschen Totenkulte, die den Verstorbenen auf das Leben nach dem Tod vorbereiten sollen. Bereits im Altertum glaubten die Menschen, es sei möglich, mit Geistern, Dämonen und ähnlichen Wesen gewollt oder ungewollt in Kontakt zu treten. Das bewusste Suchen nach einer Möglichkeit, mit den Geistern Verstorbener zu sprechen, ist wohl auf das Mittelalter zurückzuführen.

Die Begründung des modernen Spiritismus wird der Familie Fox zugeschrieben, die Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitete, in ihrem neu bezogenen Haus würde der Geist eines ermordeten Hausierers durch Klopfzeichen auf sich aufmerksam machen wollen. Die Schwestern Margaret und Kate demonstrierten öffentlich ihre Fähigkeit, den Klopfzeichen Buchstaben des Alphabets zuzuordnen und ihnen damit eine Bedeutung zu entlocken. Diese Form der Kommunikation hatten sie nicht neu erfunden, doch sie setzten sie wie Niemand zuvor öffentlichkeitswirksam ein. In ihrer Folge gab es immer mehr Medien, die durch verschiedene Formen der Kommunikation den Kontakt zu Geistern herzustellen versuchten. Ihnen wurde ein öffentliches Interesse entgegengebracht, wie es bis dahin noch nie geschehen war.

Spiritismus als Religion

In der religiösen Ausformung des Spiritismus vereinen sich Merkmale des Christentum, des Positivismus ebenso wie des Platonismus. Obwohl der Spiritismus als Religion sich selbst scharf gegen das Christentum abgrenzt, teilen beide ihren Glauben an ein Leben nach dem Tod. Platonische Lehren ergänzen dies um den Glauben, dass Dinge und Welten unabhängig von menschlichem Denken sowie von Raum und Zeit existieren. Der Positivismus schließlich lehrt das Erlangen von Wissen durch Erfahrung. Der positive Befund bezeichnet dabei das erwartete Ergebnis eines genau definierten Experiments, also die Bestätigung einer vorhergehenden Vermutung. Wenn Menschen also Erfahrungen mit Geistern gemacht haben, müssen diese zur Erkenntnisgewinnung ausgewertet werden, anstatt dass man versucht, sie zu widerlegen.

Aus alle diesen Aspekten ergibt sich der unbedingte Glaube daran, dass sie menschliche Seele nach dem Tod des physischen Körpers ihre Eigenschaften beibehalte und in einer jenseitigen Welt, die der unseren sehr ähnlich sei, weiter existiere. Eine Kommunikation zwischen unserer und ihrer Welt sei mit Hilfe von Medien und der Durchführung bestimmter Rituale möglich. Der Spiritismus ist oftmals Teil eines größeren religiösen Gesamtbildes und ergänzt andere Glaubensrichtungen, die an das Nebeneinander von verschiedenen Welten glauben.

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