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Ektoplasma: Die Verbindung zur Geisterwelt

Ektoplasma soll laut Charles Richet, dem Erfinder des Wortes, die spirituelle Energie eines Mediums darstellen, die sich bei einer Seance manifestiert. Dabei ist immer noch nicht bewiesen worden, ob es tatsächlich existiert oder nicht.

Etwas geformtes aus der Außenwelt, so ungefähr kann man den Begriff „Ektoplasma“ aus dem griechischen übersetzen. 1894 wurde der Begriff von Charles Richet eingeführt, zu dieser Zeit war es in höheren Kreisen ein kleiner Trend, Seancen abzuhalten und mit den Toten zu kommunizieren.

Was ist Ektoplasma?

Ektoplasma kann auf vielen Fotos aus dieser Zeit gesehen werden und wirkt meistens wie eine weiße Susbtanz, die mal wie Tuch, mal wie weißer Nebel um das Medium herum entsteht.

Richet nach soll Ektoplasma den Geistern die Möglichkeit geben, ihrer Formlosigkeit einen Körper zu geben, um mit uns zu kommunizieren. Ektoplasma sollte sich anfühlen, wie eine dickflüssige Masse, ähnlich wie Schleim. Normalerweise kam es aus Ohren, Nase oder Mund, aber auch andere Körperöffnungen sollen angeblich Ektoplasma abgegeben haben, wie etwa Kathleen Golligher, der das Material aus ihren Geschlechtsteilen floss.

Wie genau sie das gemacht hat, bleibt aber weiterhin ein Rätsel, allerdings mag es einen Assistenten gegeben haben, der das Ektoplasma entsprechend arrangiert hat.

Ektoplasma und Betrugsfälle

Da die Elite im vorwiegend britisch und amerikanischen, viktorianischen Zeitalter sehr viel Geld für erfolgreiche Seancen bezahlte, gab es viele Medien, die ihre Kunden betrogen, Tücher und andere Substanzen verschluckten, um sie als Ektoplasma zu verkaufen.

Da allgemein behauptet wurde, dass die Geister nur bei Kerzenlicht erscheinen würden, gab es daher oftmals nur eingeschränkte visuelle Darstellungen, die Gäste einer Seance konnten in den Schatten nicht wirklich ausmachen, ob es Ektoplasma, oder ein weißes Taschentuch war, das aus dem Mund des Mediums heraustrat. Um sich weiter davor zu schützen, als Betrüger entlarvt zu werden, hieß es außerdem, dass plötzliches Aussetzen des Plasmas von Licht auch dem Medium schaden könnte.

Sogar der große Houdini, der damals derartige Phänomene untersuchte, bemerkte, dass es für das Medium mehr als einfach wäre, ein Tuch zu verschlucken und wieder hervor zu würgen, Houdini selbst zählte es zu seinen Tricks, gab jedoch nicht vor, dass es sich um Geisterwerk handeln würde. Ob es nun wahr ist oder nicht, der Beweis liegt zwar eher auf Seiten der Kritiker, doch vielleicht gab es ja doch einige wahre Fälle, die unter all den Betrügern untergegangen sind. Was glauben Sie?

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