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Bleigießen: Hintergrund und Bedeutung der alten Weissagekunst

Ursprünglich hieß Bleigießen „Molybdomantie“und wurde bereits im alten Griechenland angewandt. Doch was steckt dahinter und wie findet man die Bedeutungen der gegossenen Figuren heraus?




Molybdomantie, das heißt so viel wie Blei-Wahrsagung und wurde schon damals von Römern und Griechen verwendet, die bereits früh mit der Bleiverarbeitung anfingen.

Der Prozess des Bleigießens ist relativ einfach, man erhitzt auf einem Löffel ein Stück Blei und gießt es dann in eine Schale mit heißem Wasser. Die dort entstehende Form soll Aufschluss über die Zukunft geben, natürlich normalerweise für das kommende Jahr, da Bleigießen vor allem im nordisch-germanischem Raum eine Silvestertradition ist.

Verschiedene Deutungsmethoden

In unserem heutigen Gebrauch interpretieren wir nur die Figuren, die im kalten Wasser entstehen, doch das war nicht immer so. Im Mittelalter wurde auch das zischende Geräusch, wenn das Blei ins Wasser gegossen wird, auf versteckte Botschaften hin gedeutet; eine andere Methode war, das Blei auf eine glatte Oberfläche (also ein großes Brett o.ä. – kein Papier oder anderweitig leicht Brennbare, bzw. kostbare Unterflächen!) gegossen und dann wurde beobachtet, in welche Richtung das Blei floss.

Den großen Fehler, den viele Leute beim Deuten machen ist der, die Form selbst zu deuten. Dabei ist es vielmehr Tradition, das entstandene Bleigebilde vor eine Kerze zu halten und zu drehen und die Schatten zu interpretieren, die an die Wand geworfen wurden.

Symbole nach eigener Erfahrung deuten

Dabei kann man gut und gerne die Vorgaben auf den Packungen ignorieren, denn wenn es um Symbolik geht, sind diese oftmals willkürlich und teilweise sogar hanebüchen.

Vielmehr sollte man auf sein eigenes Leben reflektieren, ob das Symbol etwa eine Bedeutung in der Vergangenheit hatte (etwa bei einem Marienkäfer alte Kindheitserinnerungen, etc.).

Auch seit Urzeiten anerkannte Interpretationen sind aussagekräftiger, als die Symbole auf der Packungsrückseite.

Dass ein Schiff für eine Reise, ein Vogel für Freiheit und ein Haus für Familie und Stabilität steht, kann man wohl unstreitbar anerkennen, wobei natürlich immer die eigene Assoziation Vorrang hat.

Nur eines ist wichtig: Allzu bildlich sollte man die Figuren nicht nehmen. Ein Haus ist nicht gleichbedeutend damit, dass man ein Haus bauen oder kaufen wird, sondern kann wohl häufiger für das genommen werden, wofür ein Haus generell steht (s.o.).

Also, im Kerzenschein über sein Leben sinnen und Assoziationen sprießen lassen und im nächsten Jahr wird sich dann zeigen, ob es wahr wird oder nicht.

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