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Fledermäuse als Symbol des Bösen

Fledermäuse sind geheimnisvolle Tiere, die bei vielen von uns Unbehagen oder sogar Angst auslösen. Schuld daran ist die Verknüpfung der Flugtiere mit allerlei düsteren Legenden und Sagen, die in unserem Weltbild herumgeistern.

Dabei gibt es auch Mythologien, in denen Fledermäuse als Symbole des Guten angesehen werden und damit das genaue Gegenteil von dem verkörpern, was ihnen so manche westliche Ikonographie andichten möchte. Die Ursprünge für die negativen Konnotationen sind vielfältig, schon in der griechischen und römischen Antike finden sich Erzählungen, in denen die Tiere mit allerlei Unheil und dem leibhaftigen Bösen in Verbindung gebracht werden. Und dank Hollywood halten sich viele der alten Sagen bis heute und sind sogar in die Populärkultur übergegangen.

Fledermäuse in der Mythologie: Die Verkörperung des Bösen

Dass sich Fledermäuse vor allem Nachts zeigen und als einzige aller Säugetiere aus eigener Kraft fliegen können, sind zwei der Gründe, warum die Tiere dem Menschen schon seit so langer Zeit unheimlich erscheinen. Die Bibel warnt vor dem Verzehr unreiner Tiere und listet hier vor allem Vögel auf, zu denen sie auch die Fledermäuse zählt. Ein „Gräuel“ wären solche Tiere und Menschen sollten die grundsätzlich verabscheuen. Teile der Kirche standen ihnen vor allem im Mittelalter sehr negativ gegenüber, brachten sie mit dem Teufel persönlich in Verbindung – und dieses Weltbild verbreitete sich.

So finden sich unzählige Meisterwerke der Bildenden Kunst, in denen Satan und seine Dämonen mit Fledermaus-Flügeln ausgestattet sind. Auch wenn es um die Schilderung bedrohlicher Situationen ging, setzten viele Künstler auf Fledermäuse oder andere Nachttiere als unheimliche Attribute in ihren Werken. Schließlich gibt es sogar Darstellungen, in denen die Seele eines Verstorbenen in Form einer Fledermaus abgebildet ist, sodass die Tiere klar mit dem Tod in Verbindung gebracht werden.

Kein Wunder, dass die Tiere schon früh eine wichtige Rolle im Glauben an Vampire spielten. Das Bild des blutsaugenden Grafen, der sich zur Flucht in eine Fledermaus – oder gar in eine ganze Horde Fledermäuse – verwandelt, ist uns nicht zuletzt dank zahlreicher Verfilmungen von Bram Stokers berühmtem Roman und ähnlicher Geschichten bestens vertraut. So rufen die Tiere mit ihrem ungewöhnlichen Äußeren auch heute noch bei vielen Menschen Unbehagen hervor.

Fledermäuse als Symbol des Guten

Doch es geht auch anders: So mancher heidnischer Glaube nutzte Fledermäuse zur Abwehr des Bösen und als Schutz gegen Hexerei und Zauberei. Für jeden vergossenen Tropfen Blut einer getöteten Fledermaus könne man dem Teufel eine Seele wieder entreißen, hieß es in mittelalterlichen Bräuchen. In vielen Kulturen wurden und werden die Tiere verehrt, in China beispielsweise gelten Fledermäuse als Symbole für bevorstehendes Glück. Oftmals zierten sie als Talisman Kleidungs- oder Schmuckstücke, was dem Träger ein langes Leben, Gesundheit und auch Reichtum bescheren sollte.

Sogar in der volkskundlichen Medizin setzt man auf die Fledermaus oder zumindest auf einzelne Körperteile wie Haare und Klauen, die gegen eine Vielzahl von Krankheiten helfen sollen. In manchen dieser Heilungsmethoden geht man äußerst brutal mit den Tieren um, was den dämonischen Aspekt ganz klar von der Fledermaus auf ihren Peiniger überträgt. Wie immer gibt es also auch in diesem Fall verschiedene Betrachtungsweisen, ein durch und durch böses Wesen kann man den Fledermäusen jedenfalls nicht zusprechen. Werbung

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