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Lichturtikaria: Auch Sonnenlicht kann Nesselsucht auslösen

Lichturtikaria: Auch Sonnenlicht kann Nesselsucht auslösen

Die Lichturtikaria, eine physikalische Form der Nesselsucht, tritt im Frühjahr oder Sommer meist schlagartig auf. Oft zeigen sich ihre Symptome nur wenige Augenblicke nach der Einwirkung von Sonnenlicht. Typische Anzeichen sind Quaddeln, die extrem jucken. In der Umgangssprache wird die Hauterkrankung auch als „Sonnenallergie“ bezeichnet.

 

 

 

Ursachen, Auslöser und Beschwerden bei Lichturtikaria

Warum durch Lichteinwirkung ein plötzlicher Schub der solaren Urtikaria ausgelöst wird, ist bisher nicht bekannt. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass die Einwirkung von Licht bei Betroffenen eine körpereigene Substanz derart verändert, dass sie die Ausschüttung von Histamin anregt und damit einen Urtikaria-Schub auslöst. Es ist ebenfalls noch nicht erforscht, ob Faktoren wie Zusätze in Nahrungsmitteln, Infektionen oder Allergien bei der Entstehung der solaren Urtikaria eine Rolle spielen. Dagegen konnten Mediziner beobachten, dass die Nesselsucht in manchen Fällen nach der Einnahme von Photosensibilisatoren oder als Folge bestimmter Erkrankungen auftritt. Typische Beschwerden sind stark juckende Quaddeln, die sich kurz nach der Lichteinwirkung bilden. Ist die Intensität der Sonnenstrahlen gering, zeigen sich nur Hautrötungen oder kleine Quaddeln. Bei intensiver Sonneneinstrahlung, die auf den ganzen Körper einwirkt, können gefährliche Reaktionen wie Schwindel oder Atemnot auftreten.

Diagnose und Therapie der solaren Urtikaria

Um eine Lichturtikaria zu diagnostizieren, führt der Arzt einen Lichttest mit einer sogenannten Lichttreppe durch. Er bestrahlt eine Hautstelle, die nicht der Sonne ausgesetzt wurde, mit verschiedenen Wellenlängen, um den für die Symptome verantwortlichen Wellenlängenbereich herauszufinden. Weil die Ursache der Lichturtikaria noch unbekannt ist, gibt es bisher keine Therapie zur Ursachenbekämpfung. Die Behandlungsmöglichkeiten beschränken sich auf die Linderung der Symptome und den Lichtschutz. Eine bewährte Methode ist die Licht-Gewöhnungsbehandlung: Mit Licht in der auslösenden Wellenlänge werden anfangs einzelne Körperteile und später der ganze Körper bestrahlt. Viele Patienten können nach dieser Therapie wieder beschwerdefrei in die Sonne gehen. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Einnahme von Antihistaminika zur Hemmung der Quaddelbildung und des Juckreizes.

Lichturtikaria: Schübe vermeiden

Da die Ursache der solaren Urtikaria noch nicht bekannt ist, zielen die Therapiemöglichkeiten bisher nur auf die Bekämpfung der Symptome, die Licht-Gewöhnung und den Lichtschutz ab. Patienten können sich vor einem Urtikaria-Schub schützen, indem sie die Sonne meiden oder Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

Bildquelle: Thinkstock, 450593669, iStock, konmesa Werbung

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